Die Studie

 Der HyLand-Wettbewerb

HyExperts ist die zweite Stufe des vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr geförderten Programms HyLand. Der Wettbewerb motiviert Akteure in allen Regionen Deutschlands, Konzepte mit Wasserstoffbezug zu initiieren, zu planen und umzusetzen. HyExperts-Regionen sind schon mit dem Thema Wasserstoff vertraut. Vor der Teilnahme am HyLand-Wettbewerb sind bereits erste Akteure, Netzwerke und Projektideen vorhanden. Die Regionen erarbeiten im Laufe des Programms Machbarkeitsstudien für konkrete Wasserstoff-Projekte vor Ort, sodass eine praktische Umsetzung ermöglicht wird. Für die konzeptionelle Beratung wird in der aktuellen Phase eine Fördersumme von 400.000 Euro ausgeschüttet.

Der Landkreis Havelland ist eine der Gewinner-Regionen der zweiten Phase des HyLand-Wettbewerbs. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) fördert dieses Vorhaben. Die Entwicklung des Landkreises Havelland als Wasserstoffregion ist Teil des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP2). Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Durchführung der Studie

Welches Wasserstoffpotenzial hat der Landkreis Havelland und wie können verschiedene Akteur:innen vor Ort miteinander verknüpft werden? Um diese Fragen zu beantworten, hat der Landkreis das Reiner Lemoine Institut (RLI), die IAV Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr, Consulting4Drive und das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zu erstellen.

In der Studie untersucht das Projektteam gemeinsam mit den regionalen Akteur:innen die Nutzung von Erneuerbaren Energien, die H2-Erzeugung, -Speicherung, -Verteilung und -Nutzung. Viele dieser Akteur:innen sind bereits zu Projektbeginn unterschiedlich im Bereich Wasserstoff aktiv. Mit der Machbarkeitsstudie sollen ihre H2-Aktivitäten gebündelt werden, um Synergien zu nutzen und gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen.

In allen Bereichen werden verschiedene techno-ökonomische Parameter analysiert, um somit ein Gesamtbild der aktuellen und zukünftigen Wasserstoffwirtschaft im Havelland zu erhalten. 

Die gesammelten Ergebnisse fließen in der abschließenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtung in die regionale Wasserstoffroadmap ein.

Darstellung der Struktur der Initiative

Der Landkreis Havelland hat ein Konsortium aus vier Partnern mit der Durchführung der Studie beauftragt: das Reiner Lemoine Institut (RLI), die Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV), Consulting4Drive (C4D) und das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM). Das RLI hat die Projektleitung inne.

Reiner Lemoine Institut

Ziel des gemeinnützigen Reiner Lemoine Instituts ist es, die Prozesse zur langfristigen Umstellung der Energieversorgung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien wissenschaftlich zu unterstützen. Das RLI erarbeitet dafür in Forschungs- und Auftragsprojekten Konzepte zur Transformation des Energie- und Verkehrssektors und unterstützt in der Umsetzung die Anwendenden bei der nachhaltigen Implementierung. In den anwendungsnahen Projekten werden Umsetzungsstrategien für die Etablierung alternativer Antriebskonzepte und die Integration der Mobilität und Elektrolyseuren (für die Produktion von grünem Wasserstoff) in das Stromnetz ausgearbeitet. Das RLI berät und forscht technologieoffen.

IAV Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr

IAV ist mit mehr als 7000 Mitarbeitern an ca. 25 Standorten einer der weltweit führenden Engineering-Partner der Automobil- und Energiebranche. IAV bietet Kompetenz von der Konzeptphase bis zur schlüsselfertigen Umsetzung von Fahrzeug- und Anlagenbau-Projekten. Unsere Leistungen umfassen:

  • Anforderungs- und Projektmanagement
  • Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsanalysen
  • Entwurfs-, Genehmigungs- und Detailplanung
  • Technologieentwicklung bzgl. H2-Erzeugung, -Speicherung und -Nutzung
  • Schlüsselfertige Bereitstellung von Anlagen als Generalunternehmer
Consulting4Drive

Der Projekterfolg unserer Kunden aus der Automobilindustrie ist unsere große Leidenschaft. Mit praxisbezogener Beratung, tiefem Technologieverständnis und umfassenden Marktkenntnissen bauen wir bei C4D Brücken – zwischen Unternehmensstrategie und industrieller Umsetzung. So bringen wir zusammen mit unseren Kunden die Technologien der Zukunft in den Markt. Autonomes Fahren, klimaneutrale Mobilität, künstliche Intelligenz, grüner Wasserstoff: Trends wie diese definieren die Zukunft der Automobilindustrie. Wir stellen Ihnen mit Fachartikeln, Vorträgen, Interviews und Studien diese Trends vor und zeigen Ihnen die Chancen auf, damit erfolgreich umzugehen.

Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität

Das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität e.V. (IKEM) ist ein gemeinnütziger Verein und unabhängiges Forschungsinstitut mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in der interdisziplinären Forschung zum Klimaschutz im Spannungsverhältnis von Recht, Ökonomie und Politik. Es arbeitet in zahlreichen Forschungsvorhaben eng mit anderen Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen und untersucht die rechtlichen, wirtschaftlichen und politischen Grundlagen für erfolgreichen Klimaschutz. Die umfassende Expertise wird regelmäßig in Projekte eingebracht, in denen Ideen für die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft in Reallaboren und Umsetzungsprojekten erprobt werden. Mithilfe der Forschung des IKEM werden Innovationen im Rechts- und Politikrahmen etabliert, Klimaschutzideen zur Marktreife gebracht und mit Blick auf gesellschaftliche Akzeptanz optimiert.